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„Horizonte – Ideen für den Aufbruch“: Mehr als 100 Gäste haben sich am Montag, 26. Oktober 2009, für dieses aktuelle Thema am Wirtschaftsforum Winterthur interessiert. Das Wirtschaftsforum im Festsaal des Casinotheaters war geprägt von spannenden Referaten und angeregten Diskussionen.
"Wir haben dem heutigen Nachmittag das Thema "Horizonte – Ideen für den Aufbruch" gegeben. Anlass dazu ist zweifellos die allgemein schwierige Wirtschaftslage", sagte Michael Domeisen, Geschäftsführer der Standortförderung Region Winterthur, in seiner Begrüssung. "Gerade in Krisenzeiten kann aber durch Kreativität und Innovationsgeist der wirtschaftliche Aufbruch im Unternehmen gestaltet werden. Unsere Referenten werden Ihnen heute keine Patentrezepte liefern können. Aber was sie uns geben können - und das ist entscheidend - sind Denkanstösse", so Domeisen weiter.
Ernst Wohlwend, Stadtpräsident von Winterthur, erwähnte in seiner Grussbotschaft, dass Winterthur, trotz Krise, gut positioniert sei. Dies beweise auch die Betriebszählung 2008 des Bundesamtes für Statistik, welche eine starke Zunahme an Arbeitplätzen in der Stadt Winterthur aufzeige. Es sei aber wichtig, dass Winterthur weiterhin einheitlich vermarktet werde. "Zur Marke Winterthur gehört beispielsweise der persönliche Charakter. Hier kennt man sich noch und arbeitet zusammen an guten Lösungen", sagte Wohlwend.
Vielfältige Inputreferate
Wichtige Denkanstösse gab es dann in den drei Inputreferaten. So erklärte Philippe Jeanneret, Leiter KMU-Politik des Staatssekretariats für Wirtschaft SECO, den Teilnehmenden in seinem Referat die vielfältigen Möglichkeiten, mit denen der Bund die Wirtschaft fördert und unterstützt. Mit spannenden Fragen wie "Muss der Bund neben der Forschung auch Start-ups finanzieren?" oder "Müssen dafür die Steuern der anderen Unternehmen erhöht werden?" regte er zudem zum Nachdenken an.
Ein gutes Beispiel, wie mit Kreativität und Innovationsgeist der wirtschaftliche Aufbruch im Unternehmen gestaltet werden kann, beschrieb Dr. Paul Sevinç, Mitbegründer und Entwicklungsleiter von Doodle, anhand der eindrücklichen Firmengeschichte der Doodle AG. Zusammen mit seinem Partner hat er das Ein-Mann-Privatprojekt zum Mehr-Personen-Jungunternehmen von heute aufgebaut und zeigte in seinem Referat auf, wie mit Erfindungsgeist die Kommerzialisierung und Internationalisierung von Doodle ermöglicht wurde.
Das dritte und letzte Inputreferat hielt Hong Gang, VR-Präsident der chinesischen Tralin Pak, neben Tetra Pak und SIG weltweit der drittgrösste Hersteller von Verpackungskartons. Er gewährte spannende Einblicke in die chinesische Mentalität und erklärte, weshalb Winterthur für ihn und seine Firma das ideale europäische Headquarter ist.
Angeregte Diskussionen
Neben diesen drei Referaten entwickelten sich die drei Paneldiskussionen zu Höhepunkten des Wirtschaftsforums. Die Teilnehmenden konnten zwischen den Themen "Strategie-Barometer – Schweizer KMUs mit Aufholbedarf", "Stolperstein Gesellschaftsrecht – ausgewählte Fragen aus der Praxis" oder "Unternehmensnachfolge – das vernachlässigte Grossereignis" auswählen und von Experten wertvolle Tipps und Ratschläge für die Praxis holen. Diese Möglichkeit wurde rege genutzt – in allen drei Panelveranstaltungen entwickelten sich angeregte Diskussionen.
Am abschliessenden Networking-Apéro hatten die Teilnehmenden die Möglichkeit, interessante Kontakte zu knüpfen und das neue Wissen in Gesprächen zu vertiefen.
Das Wirtschaftsforum Winterthur 2009 der Standortförderung Region Winterthur und der ZHAW Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften wurde unterstützt von der Handelskammer und Arbeitgebervereinigung Winterthur HAW und vom KMU-Verband Winterthur und Umgebung. Als Hauptsponsor fungierte die Zürcher Kantonalbank, Probst Rechtsanwälte waren als Co-Sponsor mit dabei. Medienpartner waren der Landbote, der Zürcher Unternehmer und Radio sowie Tele Top.
Weitere Informationen sowie Bilder zum Anlass finden Sie unter www.wirtschaftsforum-winterthur.ch